Ein kleiner Rückblick auf die Autorengruppe Zimmerer : Geschichten und Gedichte




Elisabeth Zimmerer

Narrenpossen



Lachend zogen Wohlstandsnarren einstmals einen schweren Karren

hoch beladen mit den Dingen die sie nicht entbehren mochten

über Täler, Berg und Höhn.

Doch sie dachten, dies Gefährt sei erst halb voll und nichts wert.

Andere Narren sagten ihnen, was sie unbedingt noch brauchten

um im Kreise der erlauchten Anspruchsdenker mitzuziehen.

Wie sie rannten, wie sie schafften, wie sie Geld zusammenrafften!

Alles Mögliche sich kauften und dann auf den Wagen luden

bis er endlich überquoll.

Lehnten keuchend sich sodann an die mächtige Fuhre an

Zogen hin und schoben her

zerrten kreuz und liefen quer,

bis der Karren seitwärts kippte und sie unter sich begrub.

Unversehrt, doch leicht benommen sind dem Fuhrwerk sie entkommen.

Um zu sehn, wie mit viel Krach landet just ein Teil der Habe.

im vorbeifließenden Bach.

Als er so am Ufer stand, sagte drauf der Narrenvater,

eigentlich sei es ganz richtig, dass der Krempel baden ging.

Denn mit weniger Ballast könnt man besser weiterziehen!

Was sie brauchten, was auch wichtig das sei ihnen doch geblieben.

Allerdings muss er sich fragen:Kann man Narren denn belehren

oder sie sogar bekehren?

Was sie erlebt, ob sie`s verstehen?

Das ist noch nicht vorauszusehen.





                           
               

                                                                                                                                                           




                                   


                                  



          



                       










 

E. Zimmerer
















Irgendwann



Irgendwann wollte ich anders sein,

Hatte viele Pläne, wollte „etwas“ werden

Dachte: Ich wisse alles

Dachte: Ich könne alles

Meinte: Niemand könne mir etwas vormachen

Meinte: „etwas“ zu sein.



Irgendwann musste ich lernen, „etwas“ zu werden.

Lernte, dass ich nie alles weiß, alles kann.

Erkannte, dass man von Anderen lernen kann.

Plötzlich war ich erwachsen.
Bin nicht anders, aber froh, „ich“ zu sein.
Irgendwann wollte ich anders sein.


2008:


 Mein Zeichen ist ein Feuerscheit bei Amazon:






                        




Es liegt wohl in Eurer Familie, das Schreiben ... schön, dass du nun auch Deinen Bruder zu Wort (zu Buch) kommen lässt - eine herrliche Geschichte mit schwäbischem Einschlag. Habe mich glänzend amüsiert ...
Wie ich lese, hat dein Bruder nun auch in die Reihe der lesenswerten Geschichten Einzug gehalten. 
Diese Geschichte hätte wirklich nicht irgendwie verstauben dürfen!
Herrlich und wunderbar, es war mir ein Vergnügen und ich hoffe, noch häufig von deinem Bruder und dir hier zu lesen!!!
Vielen Dank, ich werde mich noch nach anderen Geschichten von meinem Bruder umsehen...es gibt sehr viele...            




Sechs Kurzgeschichten v. meinem Bruder Berthold Zimmerer bei Bookrix : Der Mann unter dem Dach, Brezelbäck im Morgenalnd.....



 




Während des Krieges wurden die Dienstzeiten der Mitglieder des RAD mehrmals verlängert. Im Zuge eines sechsmonatigen Kriegshilfsdienstes wurden die Frauen in Dienststellen der Wehrmacht, Behörden, Krankenhäusern, Verkehrs- und Rüstungsbetrieben eingesetzt. Später wurden die Mädchen zum Kriegsdienst im Flugmeldedienst bei der Luftwaffe oder bei der Flak abkommandiert. Die Männer waren direkt der Wehrmacht unterstellt.



Morgen ist immer ein anderer Tag